Die Trainingskarten

Auf den Trainingskarten findest du die 30 Übungen des Kreis-Meister-Konzepts. Die Karten sind nummeriert und jede Nummer steht für eine Übung. Alle Übungen bauen logisch aufeinander auf, deshalb solltest du zunächst bei Nr. 1 starten. Je besser und solider eure Basisausbildung bereits ist, umso zügiger werdet ihr vorankommen und umso mehr Übungen könnt ihr nach und nach absolvieren. Stellt sich bei einer Übung heraus, dass sie vielleicht doch noch nicht so sicher funktioniert wie geglaubt, zeigt dir die Analyse der Fehler ganz genau, wo eure Schwächen liegen. Jetzt kannst du euer Training ganz gezielt aufbauen, um diese Schwächen zu überwinden.


Der Aufbau einer Trainingskarte

Auf jeder Karte findest du eine grafische Darstellung und sechs verschiedene Rubriken.

 

Die grafische Darstellung zeigt die auf einen Blick, wie die jeweilige Übung aussehen soll. Unter „Beschreibung“ wird der Übungsverlauf kurz und leicht verständlich beschrieben. Unter „Vorteile und Nutzen für dich und dein Pferd“ erläutere ich die positiven Aspekte, die diese Übung für euch hat, und was genau ihr durch sie lernen könnt. Worauf ihr in der Umsetzung und Ausführung besonders achten müsst und welche Schwierigkeiten und Fehlerquellen euch womöglich begegnen, erkläre ich dir unter „Zu beachten“. Zu jeder Übung gebe ich dir eine Variationsmöglichkeit, also eine Abwandlung der Übung. Mal ist diese Variation leichter, mal schwieriger als die eigentliche Übung. So werden aus 30 Übungen im Handumdrehen 60 Übungen, die dafür sorgen, dass euer Training auf keinen Fall langweilig wird. Diese zusätzlichen Übungen findest du unter der Rubrik „Variation“. Als besonderes Extra gibt es zuletzt noch „Tines Tipp“ – hier gebe ich zu jeder Übung einen ganz praktischen Tipp aus meiner eigenen täglichen und jahrelangen Erfahrung, der dir bei der Ausführung der Übung helfen soll.


Der praktische Umgang mit den Trainingskarten

Die Trainingskarten sind absolut robust. Sie sind kratz- und reißfest, verknicken nicht und sind wetterbeständig. Sollten sie einmal schmutzig werden, kannst du sie ganz einfach sauberwischen.  Du kannst sie also problemlos auf den Reitplatz oder in die Reithalle mitnehmen, um bei Bedarf noch einmal darauf zu schauen und schnell etwas nachzulesen, wenn du dir unsicher bist oder ein Problem auftaucht. So werden die Trainingskarten zu einem perfekten Begleiter für euer Training und verstauben nicht zu Hause im Regal.

 

Wenn du mit deinem Pferd bereits eine gewisse Anzahl von Trainingskarten erfolgreich trainiert hast, verfügt ihr über einen Pool von Übungen, die ihr beherrscht. Dieser Pool wird nach und nach immer größer. Für den Fall, dass du mal so gar keine Idee haben solltest, wie du euer Training gestalten kannst, ziehe aus diesem Pool einfach blind eine oder zwei Karten. Die darauf dargestellten Übungen bilden dann euren Trainingsinhalt. So kannst du auch an Tagen, an denen es dir selbst an Kreativität fehlt, ein abwechslungsreiches Training gestalten.

 

Arbeite grundsätzlich in kurzen Reprisen und wiederhole eine Übung nicht zu oft, denn dadurch wird sie langweilig und die Gefahr von partiellen Überlastungen steigt. Wechsele die Trainingsinhalte so ab, dass z. B. Schubkraft im Wechsel mit Tragkraft und Biegung im Wechsel mit Geraderichtung trainiert wird. Das hilft dir dabei, ausgewogen zu fordern und zu fördern. Achte stets auch darauf, regelmäßig die Hand zu wechseln um beide Körperseiten deines Pferdes gleichmäßig zu gymnastizieren – so kannst du Überforderungen verhindern.

 

Innerhalb einer Trainingseinheit sollte sich die Arbeit im Meister-Kreis immer mit der auf der ganzen Bahn abwechseln. So vermeidest du Überforderung, Überbelastung und Monotonie. Sei auch hier kreativ und verbinde die Übungen im Meister-Kreis abwechslungsreich mit denen auf der ganzen Bahn.