...dass es der Lastaufnahme entgehen möchte. Überprüfe in diesem Fall, ob dein äußerer Unterschenkel ausreichend begrenzt. Um die Annahme der Schenkelhilfen zu verbessern, helfen dir die Übungen der Karten Nr. 3 und

Nr. 5.

 

Eine weitere mögliche Fehlerursache könnte sein, dass du nicht in die Bewegungsrichtung, also nach innen sitzt, sondern auf die Außenseite gerutscht bist und dein Pferd versucht, unter den nun fehlgelagerten Schwerpunkt zu treten. Um das zu kontrollieren, reite nur zwei Schritte der Übung, halte dann an und überprüfe, wo du sitzt, und falls du nach außen gerutscht bist, wann genau das passiert ist. Durch die präzise Fokussierung auf deinen Bewegungsablauf während der Übung kannst du den Fehler punktgenau identifizieren und somit schneller abstellen.


Dein Pferd tritt in der Übung zu deutlich ins Vorwärts

 

Dies kann zwei Ursachen haben.

Mögliche Ursache 1: Die Hilfengebung ist nicht eindeutig oder wird von deinem Pferd nicht richtig interpretiert. Möglicherweise hast du unbewusst den äußeren Schenkel eingesetzt. Unter Umständen ist die Koordination der Hilfen nicht stimmig, es gibt zu starke vorwärtswirkende Informationen und die begrenzenden werden nicht verstanden oder angenommen. Eine Lösung können hier das Rückwärtsrichten und die Schaukel von Trainingskarte Nr. 6 bieten. Gehe einen Schritt zurück und prüfe die Grundlagen der Hilfengebung in diesen Übungen.

 

Mögliche Ursache 2: Die Mobilität der Hinterhandgelenke oder die Kraft deines Pferdes sind noch nicht ausreichend, um diese Übung korrekt ausführen zu können. Durch die Vorwärtsbewegung sucht dein Pferd den Weg aus der Anstrengung. Hier können die Übungen des Übertretens der Trainingskarten Nr. 3 bis Nr. 5 und die Kombinationen Nr. 9, Nr. 10 und Nr. 12 helfen, um bei deinem Pferd die nötigen Voraussetzungen zu schaffen.


Dein Pferd tritt in der Übung rückwärts

 

Schritte ins Rückwärts haben ihre Ursache in den meisten Fällen in einer fehlerhaften Hilfengebung. Die Zügeleinwirkung ist zu dominant, die Schenkeleinwirkung hingegen zu gering. Überprüfe daher deine Zügeleinwirkung und stelle sicher, dass deine Hand nicht rückwärts einwirkt. Hier hilft dir die Variation von Karte Nr. 4, das Schenkeweichen mit den Ufos im Rücken. Deine vortreibenden Hilfen müssen in der Übung dafür sorgen, dass du dein Pferd stets vor dir hast.


Dein Pferd reagiert nicht auf deine Hilfen, die Vorhand lässt sich nicht seitwärtsbewegen

 

Wenn die Kommunikation zwischen euch beiden an dieser Stelle hakt, erleichtere euch die Arbeit und entwickle das Wenden der Vorhand zunächst vom Boden aus. Du kannst deinem Pferd mithilfe deiner Körpersprache und eines Stimmsignals deutlicher zeigen, was du von ihm möchtest, und kannst von unten viel besser erkennen, was genau deinem Pferd schwerfällt. Ist es das Kreuzen, also das Vor-dem-Körper-Übertreten oder vielleicht das seitliche Ausgreifen des Vorderbeines? Ist es das Verlagern des Körperschwerpunktes in Richtung Hinterhand? Durch diese Analyse kannst du deine vorbereitenden Übungen noch gezielter auswählen. Die Mobilität der Vorhand kannst du z. B. mit den Übungen Nr. 2 bis Nr. 5 verbessern, das Leichtwerden der Vorhand übst du mit Übung Nr. 6.